Katarakt

Was ist der Katarakt? Ursache

katarraktis-1.pngDie Bezeichnung der Krankheit ist altgriechischen Ursprungs und kommt von der Überzeugung, dass die Ursache für die Trübung im Auge das Einfließen von Flüssigkeiten im Auge sei.

Der Katarakt oder Grauer Star ist die häufigste Ursache für die Sichttrübung, und in seiner klassischen Form ist er das Resultat einer Alterung der Augenlinse. Es handelt sich also nicht um eine Läsion oder Erkrankung des Auges, sondern um einen degenerativen Prozess, der gesetzmäßig im Verlauf des Alterns eintritt, wie das Ergrauen der Haare oder das Entstehen von Hautfalten.

Außer dem Alter sind andere, weniger häufige Ursachen für den Grauen Star eine Augenverletzung, bestimmte Krankheiten wie Diabetes mellitus und die langjährige Verwendung von Medikamenten wie Cortison.

Wie äußert sich der Katarakt? Die Symptome

katarraktis-2.pngDer Graue Star ist eine schmerzlose Krankheit.

Er hat weder mit Schmerzen noch mit Rötung des Auges zu tun. Das Hauptsymptom ist die progressive, und keine plötzliche Sichttrübung auf einem oder beiden Augen.

Die Entwicklung des Katarakts verläuft gewöhnlich parallel in beiden Augen, aber in etlichen Fällen kann ein Auge eher betroffen sein als das andere. Falls beide Augen betroffen sind, können sie gleichzeitig behandelt werden.

Wie wird der Katarakt behandelt? Der Eingriff

katarraktis-3.pngDie Weiterentwicklung der Technologie hat zu einem kompletten Umsturz der Gegebenheiten im Vergleich zur Vergangenheit geführt.

Die großen Schnitte am Auge wurden abgeschafft, und der Eingriff erfolgt nunmehr über einen kleinen Einschnitt, der 3 Millimeter nicht übersteigt, mithilfe eines Ultraschallgeräts. Diese Technik wird Phakoemulsifikation genannt, und in der Öffentlichkeit ist sie als Laser bekannt. Die Anästhesie geschieht in örtlicher Betäubung, und in bestimmten Fällen nur mit Augentropfen. Der chirurgische Schnitt wird mit Spezialskalpellen durchgeführt, manchmal mit Diamantskalpellen, damit keine Nähte am Ende des Eingriffs notwendig sind.

Der Patient braucht nach dem Eingriff nicht in der Klinik zu bleiben, er kann noch am gleichen Tag nach Hause zurückkehren und ab dem nächsten Tag an seinen Arbeitsplatz oder zu seinen üblichen Beschäftigungen.

Die Wiederherstellung der Sicht tritt dank der Verwendung vorher ausgewählter spezieller Intraokularlinsen sofort ein, die in das Auge als Ersatz der alten getrübten Augenlinse implantiert werden.

Wann erfolgt der Eingriff? Die Entscheidung

Es gibt keine Augentropfen oder Medikamente für die Behandlung des Grauen Stars. Die einzige Methode ist die Operation.

Die Entscheidung für den Eingriff trifft der Patient nach einer Untersuchung und Absprache mit seinem Arzt. Die ältere Auffassung, dass der Katarakt zuerst „reifen“ müsse und danach operiert werden sollte, ist nicht nur falsch, sondern in einigen Fällen sogar gefährlich.

Die Behandlung eines „überreifen“ und daher harten Katarakts ist mit dem Gerät schwieriger, ermüdet den Chirurgen und strapaziert das Auge, wodurch die Wiederherstellungszeit verlängert wird und die Wahrscheinlichkeit eines Eintretens von Komplikationen erhöht wird.

Aus diesem Grund ziehen wir es heute vor, den Grauen Star in einem früheren Stadium zu behandeln.